Antwort von unserem Entwicklerteam (GitHub-Nutzer nicolettas-muggelbude):
Moin Gerti,
hier komme ich zu einem etwas anderen Ergebnis als bei den beiden anderen Themen: RechnungsFee braucht dafür gar keine neue Funktion, weil das gewünschte Verhalten schon vorhanden ist – nur nicht unbedingt offensichtlich.
Du hattest selbst schon die richtige Vermutung, dass ein „weiterlaufender Saldo" hier eigentlich nicht das Thema ist – und das stimmt: RechnungsFee kennt keine Bilanzkonten, sondern arbeitet als EÜR-/Ist-Versteuerungs-Programm. Ein Saldenvortrag wie in der doppelten Buchführung ist da konzeptionell gar nicht nötig.
Für den Einstieg mitten im Jahr gibt es zwei einfache Wege:
Kassenbestand: Falls der Kassenbestand-Schritt im Setup-Assistenten übersprungen oder falsch gesetzt wurde, einfach eine Journal-Buchung nachtragen (Einnahme, Bar, Kategorie „Privateinlage", Betrag = gezählter Bestand, Datum = Starttag). Verfälscht nichts in der EÜR, da „Privateinlage" nur in eine Hinweiszeile fließt.
Offene Rechnungen von vor dem Umstieg (Debitoren/Kreditoren): Ganz normal als Rechnung bzw. Eingangsrechnung mit dem ursprünglichen Datum anlegen und unbezahlt stehen lassen. Da RechnungsFee erst bei tatsächlichem Zahlungseingang bucht, verfälscht das nichts – die Rechnung erscheint korrekt als offener Posten im Kontokorrent, bis sie bezahlt wird.
„Automatischer Übertrag ins Folgejahr" ist ebenfalls kein Thema: Der Kassenbestand läuft über die Tagesabschluss-Kette automatisch weiter, und EÜR/UStVA/GuV werden ohnehin jedes Jahr frisch aus den Buchungen berechnet – da gibt es nichts zu übertragen.
Ich habe das eben als FAQ-Eintrag im Handbuch ergänzt, damit es beim nächsten Mal leichter zu finden ist: Häufige Fragen → „Ich steige mitten im Geschäftsjahr auf RechnungsFee um".
Danke fürs Nachdenken – gerade der Hinweis auf deine eigene Unsicherheit beim Saldenvortrag hat mir geholfen, das sauber einzuordnen!
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